Beruf Landschaftsgärtner?!

Warum nicht?! In der Klassenstufe 8 setzt sie ein, die Phase der Berufsorientierung. Girlsdays und Praktika stehen ins Haus und auch an der Gemeinschaftsschule Burbach fragten sich einige Schüler, was eigentlich hinter dem Beruf des Landschaftsgärtners steckt. Was sind überhaupt die Aufgaben eines Landschaftsgärtners, was macht er im Winter und welche Voraussetzungen muss man für diesen Beruf haben?

Sophia Ewers, Melina Sarnow und Rahel Kretz, allesamt Schülerinnen der Klasse 8d, näherten sich diesen Fragen im Rahmen eines Wettbewerbs, dessen Aufgabe darin bestand, einen Bericht über diesen vielseitigen und leider vernachlässigten Beruf zu schreiben. Deswegen planten die drei Schülerinnen im tiefsten Burbacher Winter (unser Bild) ein Treffen mit dem Auszubildenden des örtlichen Gartenbauunternehmens Dietewich, Malte Schneider.Garten

In einem kurzen Interview wurden ihnen alle ihre Fragen beantwortet. Herr Schneider berichtete, dass zu seinem Beruf mehr gehöre, als die meisten denken, z.B. auch das Planen von Anlagen oder Gärten.“ Wir pflanzen nicht nur, sondern pflastern und konstruieren auch,“ so Schneider. Was macht der Landschaftsgärtner eigentlich im Winter? Ist das etwa ein gut bezahlter Halbjahresjob? Das war eine Frage, die sich uns allen stellte. Malte Schneider erklärte mit einem Lächeln, dass dem nicht so sei und man im Winter Gespräche mit Kunden führe und die großen Aufträge, die der Betrieb für den Sommer plane, vorbereite. Außerdem bräuchten manche Pflanzen auch im Winter ihre Pflege und es wäre dann auch endlich noch einmal Zeit, das Lager aufzuräumen und Geräte zu warten.

– Nur die Harten kommen in den Garten!-

Zu den Berufsvoraussetzungen sagte er, man müsse einfach Spaß an dem Beruf haben, etwas Kreativität mitbringen und körperlich fit sein. In der dualen Ausbildung würde man dann das Wissen, das man für den Beruf des Landschaftsgärtners brauche, erlernen. Theorie und Praxis ergänzen sich, ferner arbeite man im Team in der freien Natur. Außerdem verriet er uns, dass er seinen „grünen Daumen“ durch eine Arbeitsgemeinschaft während seiner Schulzeit entdeckt habe. Berufsinteresse zum einen, Wettbewerbsmotivation auf der anderen Seite, letztlich trafen wir uns mit Herrn Schneider auch nicht ganz ohne Eigennutz, denn: Eine wachsende Modellschule wie die Gemeinschaftsschule Burbach möchte auch gerne ihren Schulhof in absehbarer Zeit attraktiv umgestalten.

Hierzu wurde an unserer Gemeinschaftsschule bereits eine Umfrage durchgeführt. Wie stellen sich Schüler ihren idealen Schulhof vor? Wie sieht er aus, der Ort, an dem wir viel unserer wachen Zeit verbringen?

Rückzugsmöglichkeiten solle er bieten und – durchaus verwunderlich- sprach sich die Mehrheit generell für mehr Pflanzen auf dem Schulhof aus. Aber auch von einem Brunnen oder einem Wasserspielplatz war die Rede. Außerdem wünschten sich viele mehr Farbe, z.B. bunte Bänke und diverse Spielmöglichkeiten. Aber Genaueres muss diesbezüglich noch geplant und abgesprochen werden. Wünsche und Idee sind genügend vorhanden, es gilt nunmehr erst einmal das Machbare zu sichten und vor allem den finanziellen Rahmen des Schulträgers im Auge zu behalten.