BFE-Tage im Hauberg

Hervorgehoben

Einen Berufsfelderkundungstag der ganz anderen Art erlebten Anfang November zwei Gruppen Neuntklässler!
Herr Joerißen, Haubergsvorsteher der Haubergsgenossenschaft Neunkirchen-Salchendorf, hatte uns zusammen mit dem Vorstandsteam die Möglichkeit geboten, an jeweils einem Tag aktiv an der frischen Luft im Wald zu arbeiten. Dabei kümmerten wir uns in Zweier-/Dreierteams um das Anbringen von Fraßschutz für etwa einjährige junge Bäumchen, die auf einer wegen Trockenheit und Borkenkäferbefall gerodeten Freifläche gepflanzt worden waren. Rehe und Hirsche mögen die zarten Spitzen der Bäume besonders gern. Wenn man diese mit Farbe besprüht, fressen sie diese nicht ab.
Außerdem wurde gleichzeitig Statistik geführt: Gab es vertrocknete Exemplare? Waren Bäumchen verbissen oder gefegt worden, d.h. hatten sich Rehböcke ihre Hörnchen an den Bäumen gerieben? Die Ergebnisse dieser Statistik sind wichtige Grundlage für die Bestellung neuer junger Bäume.
Frau Kerstin Schmidt, Försterin beim Landesbetrieb Wald und Holz, kam im Laufe der beiden Vormittage vorbei und berichtete über ihren abwechslungsreichen Beruf, der zum Teil draußen, zum Teil aber auch in ihrem Büro ausgeübt wird. Sie erzählte beispielsweise, dass es ihren Beruf schon seit 1840 gibt und dass man unterscheiden muss zwischen dem Ausbildungsberuf Forstwirt und dem Studium in Forstwirtschaft.
„Falls man sich für die Ausbildung bewerben möchte, sollte man einen mittleren Abschluss haben und natürlich bereit sein, auch bei „schlechtem“ Wetter draußen zu arbeiten“, so recherchierte das Reporterteam aus der Klasse 9a. Die drei Schülerinnen Ilda, Elisabeth und Isabella befragten sowohl die arbeitenden SchülerInnen als auch die begleitenden Lehrerinnen, was sie von dem wichtigen Einsatz für die Pflege des Waldes hielten. Das Ergebnis waren viele positive Antworten. Wir haben wirklich einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz geleistet und einen erlebnisreichen Tag bei schönem Wetter an der frischen Luft verbracht.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: mittags wurden reichlich belegte Brötchen direkt zum Einsatzort geliefert, die wir uns in der wohlverdienten Pause haben schmecken lassen. Vielen Dank dafür!
 
Beitrag in Anlehnung an die Reportage von Ilda, Elisabeth und Isabella